Papillenfotografie

Papillenfotografie

 

 

 

Auf der Netzhaut wird Licht, das in unser Auge fällt, von Millionen kleinster lichtempfindlicher Nervenzellen aufgenommen und zur Verarbeitung an das Gehirn weitergeleitet. Diese Nervenfasern sammeln sich an der hinteren Seite des Augapfels am Sehnervenkopf (Papille). Hier beginnt der Sehnerven, den man sich wie ein 1,5 mm dickes Kabel zum Gehirn vorstellen kann.

 

Wenn die Nervenfasern im Netzhautbereich geschädigt werden, kommt es zu Ausfällen im Gesichtsfeld. Der fortschreitende Schwund des Sehnerven, der unterschiedliche Ursachen haben kann, wird als Grüner Star (Glaukom) bezeichnet. Im Laufe der Erkrankung kommt es im Aussehen des Sehnervenkopfes (Papille) zu Veränderungen. Werden diese rechtzeitig erkannt, können irreparable Schädigungen frühzeitig aufgehalten werden.

Die übliche – auch von uns angebotene – Glaukom-Vorsorge umfasst die Beurteilung der Sehnerven mit dem Spaltlampenmikroskop und die Messung des Augeninnendrucks.

 

Da beim ersten Erkennen von Auffälligkeiten jedoch bereits irreparable Schäden vorliegen können, bleibt trotz dieser Vorsorge ein Risiko.

Wir bieten Ihnen deshalb in unserer Praxis eine erweiterte Vorsorge- und Diagnosemöglichkeit an:

 

 

Die Papillenfotografie

 

Mit der Papillenfotografie haben wir die Möglichkeit, das Aussehen des Sehnervenkopfes im Bild festzuhalten und fotografisch zu dokumentieren. Mit Hilfe dieser Mikrofotografie am Augenhintergrund können wir eine gute Verlaufskontrolle des Sehnervenkopfes durchführen. Ein Vergleich des Aussehens ist im Detail möglich, kleinste Veränderungen, die im Laufe der Zeit eintreten, werden so erkannt.

 

Durch den Vergleich mit früheren Aufnahmen werden schon geringste Veränderungen des Sehnervenkopfes erfasst. Damit kann eine Behandlung rechtzeitig begonnen und die Therapie zum Nutzen des Patienten viel genauer auf den Verlauf abgestimmt werden.

 

Es wird empfohlen, sich nach ein bis mehreren Jahren, oder wenn der Eindruck einer Änderung des Befundes besteht, die Papillenfotografie zu wiederholen, um so einen direkten Vergleich zwischen dem früheren und dem aktuellen Zustand des Sehnerven zu haben.

 

Besonders zu empfehlen ist die Papillenfotografie Patienten, bei denen

  • bereits ein Glaukom diagnostiziert wurde,
  • ein Risiko vermutet wird,
  • nahe Verwandte am Glaukom erkrankt sind,
  • Veränderungen des Sehnervenkopfes (Papille) festgestellt wurden,
  • ein erhöhter Augeninnendruck festgestellt wurde,
  • die generell auf der sicheren Seite sein möchten.

 

Seit dem Jahr 2000 wird eine Verlaufskontrolle des Sehnervenkopfes mittels Fotografie allgemein empfohlen.

 

 

Nutzen auch Sie diese Vorsorgemöglichkeit!